Freitag, 24. März 2017

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2017-03-14 - 2017-03-15
Unterwegs auf dem Padjelantaleden ...
Tage 10-11 Tarraluoppal


Am Dienstagmorgen machen wir uns auf den Weg nach Såmmarlappa - Wind von vorn, Schneetreiben, mangelnde Sicht machen uns zu schaffen. Nach 4, 5 km brechen wir ab und kehren um.



Die Hütten von Tarraluoppal in Sicht - mit dem Wind im Rücken kommen wir schnell zurück. 





Back to the huts we used the hjälptelefon to get a weather report for the next day:

Hello, this is Michael speaking from Tarraluoppal stuga. 

Hello Michael, are you in some kind of trouble? Over.
No, no, this is not an emergency call. But we would like to get a weather report for tomorrow. It's fairly windy up here. We wanted to get to Såmmarlappa today. But had to return due to wind and snow. Over.

Hang on a minute. ... We got into contact with local authorities. There is a high wind (16 m/s) warning for the area for the next two days. You'd better stay at the hut. How many are you? Over.
That's bad news. We are three Germans. Over.

What about your equipment? Do you have enough food? Over.
We are fully equipped for a winter tour. There is also food for three days. 

That's good to hear. You can call us back tomorrow. Over.

...




Ein weiterer Anruf am Mittwoch macht alle Hoffnung zunichte.  Der Wind dreht am frühen Morgen um 180 Grad auf WNW und sorgt in der Hütte für ein beständiges lautes, vernehmliches Brummen. Immer wieder wird die Gasheizung ausgeblasen. Aber ... man hat ja sonst nichts zu tun. ;)
Draußen scheint die Sonne diffus durch die Wolken, die anderen Hütten liegen in der Schneedrift. In der Nacht auf Donnerstag legt der Sturm noch einmal kräftig zu. Ich traue mich nachts nur wenige Schritte aus der Hütte.



Der Sturm formt eine stehende Welle neben der Hütte.







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2017-03-13
Unterwegs auf dem Padjelantaleden ...
Tag 9 Tuottar - Tarraluopal


Um 10 Uhr kommen wir los. Ist ja nur eine kurze Distanz. Wir laufen gegen einen strammen Wind aus Südost. 

Im Laufe des Vormittags reißt der Himmel gelegentlich auf, macht den Blick frei auf große weiße Riesen im Sarek.

Padjelanta - hohes, weites Land. Hier ist es wirklich schön. 

Später zieht es sich wieder zu, es fängt an zu schneien, die Sicht nimmt ab. 

Um 13 Uhr haben wir die Höhe erreicht, wir können zu den Hütten abfahren. Noch gut zwei Kilometer. Trotz des sanften Geländes bleibt die Abfahrt schwierig, bei so wenig Licht fehlen die Kontraste. 

Um halb drei stehen wir vor den Hütten. 



















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2017-03-12
Unterwegs auf dem Padjelantaleden ...
Tag 8 Staloluokta - Duottar 

Wegen der Länge der anstehenden Tour stehen wir um 6 Uhr auf. Um 8 Uhr stehen wir auf den Skiern.
Es geht beständig bergauf, wir kommen nur langsam voran. 

Vormittags gibt es noch einige Aufheiterungen, nachmittags zieht es völlig zu. Schneetreiben. 

Als wir gegen 18 Uhr bei den Hütten ankommen, bin ich völlig erschöpft. 10 Stunden unterwegs mit einem Schnitt von 2 km/h.



Reinhardt kommt mir entgegen und zieht meine Pulka die letzte Steigung zu den Hütten hinauf. Danke! Habe große Mühe meine Sachen zu trocknen. Die Heizung im Trockenraum lässt sich nicht starten. :(






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2017-03-10
Unterwegs auf dem Padjelantaleden ...
Tag 6 Arasluokta - Staloluokta 17km (über den See)


Die Route über den Berg ist vielversprechend, aber nach der Bergetappe gestern - das Wetter verspricht heute auch wenig Fernsicht - wählen wir die Route über den See um die Halbinsel herum, 17 statt 12 km. 
Ich genieße es auf dem Virihaure unterwegs zu sein - die Unendlichkeit und die Weite.
Elchspuren kreuzen unseren Weg und wir blicken hinüber in die Berge nach Norwegen. Leider kommt die Sonne nur gelegentlich durch. 
Am Ufer geht's steil bergauf zur Hütte. 40 Schneehühner fliegen auf - leuchtend weiß und schwarz - und fallen nördlich ziehend wieder in den Birkenwald ein.

Unterwegs auf dem Virihaure





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2017-03-09
Unterwegs auf dem Padjelantaleden ...
Tag 5 Låddejåkka - Arasluokta 15km



Dies ist eine Bergetappe, die Felle sind bereits aufgezogen. Wir queren den Arasjåhka über die Brücke und ziehen die Pulken in Serpentinen den Berg hinauf. 
Zunächst sehr mühsam, dann wird das Gelände flacher und wir werden mit einer großartigen Fernsicht in den Sarek belohnt.

Jenseits der Höhe geht es nicht zu steil bergab. Wir genießen die Abfahrt, orientieren uns am Rentierzaun.

Den Miellädno können wir neben der Brücke queren. 

Schon bald sehen wir den Glockenturm der Kyrkakåta, dahinter liegen die Hütten. 






Im Padjelanta Nationalpark gibt es keine Markierung durch Andreaskreuze - aber gelegentlich schauen aufgestellte Steine aus der Schneedecke. 

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2017-03-08
Unterwegs auf dem Padjelantaleden ...
Tag 4  Kutjaure - Låddejåkka 21,5 km


Nach einem Ruhetag in Kutjaure hoffen wir die längere Strecke nach Låddejåkka gut zu bewältigen.


Das Wetter hat sich allerdings grundlegend geändert. Es sind morgens nur noch minus 10 Grad, aus Nord weht ein leichter Wind. Schon bald zieht es sich ganz zu und wir haben - bei hinreichender Fernsicht - dann kaum noch Sicht auf den Weg vor uns. In dem diffusen Weiß fehlen die Kontraste, ein Oben und Unten ist schwer zu unterscheiden. Das sollte uns noch Probleme bereiten. 

Wir überqueren den Vuojatätno bei den Brücken, der Hauptarm führt offenes Wasser und so tragen wir die Pulken mühsam über die erste Brücke. Die anderen Arme sind zugefroren. 




Wegen des unsichtigen Wetters entscheiden wir uns unterhalb, also westlich des Wegs zu bleiben, um dann am Ende die steile Abfahrt zu vermeiden. Da die Fernsicht nicht so schlecht ist, orientieren wir uns auch an den drei Sami Dörfern zu unserer Rechten, halten uns auf einer Höhe, etwa 600 Meter över havet (m ö.h.) (Meter über dem Meer)

Ein anderes Problem haben wir allerdings trotz Orientierung mit GPS und Karte nicht hinreichend in den Blick genommen. 
Es gibt auf der Strecke ein Bachtal - Vierttjajågåsj, das hier und da canyonartig tief in das Fäll schneidet. Wir versuchen unterhalb eines Canyons in einem vermeintlich flacheren Abschnitt zu queren. Steil ist es auch hier. Ich schnalle die Skier ab und gehe auf Stiefeln weiter. Aufgrund der schwierigen Sichtverhältnisse erkenne ich den senkrechten Absatz vor mir nicht und falle samt Pulka etwa einen, eineinhalb Meter tiefer in weichen zusammengewehten Schnee, die Pulka überschlägt sich und bleibt - zum Glück - neben mir liegen. Alles heil? Alles ok!

So schnell es hinunterging, so langsam geht es wieder hinaus. Wir versuchen es schräg zum Hang, meine Pulka dreht sich im steilen Gelände und rollt und rollt. Mit vereinten Kräften schaffen wir es nach oben auf die andere Seite des Bachs. 

Gegen halb fünf sind wir bei den Låddejåkka Hütten. Es dauert lange, ehe wir die Winterhütte - vinteröppen stuga - mit dem einen kleinen Gasofen warm haben, 17 Uhr - 0 Grad, 21 Uhr - 12 Grad. Wir vermissen die kuschelige Wärme einer mit Holz beheizten Hütte. Ab in den Daunenschlafsack!